SCHRIFTZUG
Gemeinde Würenlos
Schulstrasse 26
5436 Würenlos
Tel. 056 436 87 87
 
  • Aktuelles
  • Leben
  • Freizeit
  • Wirtschaft
  • Umwelt / Verkehr
  • Politik
  • Verwaltung
  • Online-Schalter

Kloster Fahr

    Kloster Fahr

    direkt zur Website Kloster Fahr

     

     

    Das Kloster Fahr ist eine vollständig von Zürcher Boden umschlossene, 1,48 ha grosse Exklave des Kantons Aargau und der Gemeinde Würenlos. Erst seit 1. Januar 2008 gehört das Kloster Fahr zum Gemeindegebiet von Würenlos. Noch bis zum 31. Dezember 2007 nahm die Exklave Kloster Fahr eine Sonderstellung ein, wie sie in der Schweiz einzigartig war: Denn sie bildete zwar Bestandteil des Kantons Aargau und war dem Bezirk Baden zugeordnet, gebietsmässig gehörte sie indessen zu keiner Gemeinde. Durch Vertrag aus dem Jahre 1893 zwischen dem Regierungsrat und der Gemeinde Würenlos ist das Kloster Fahr aber verwaltungsrechtlich Letzterer zugeteilt. Die Gemeinde übernahm Verwaltungsaufgaben, wie die Besorgung des Zivilstandswesens, die Einwohnerkontrolle oder die Feuerschau. Zudem übten die Einwohnerinnen und Einwohner der Exklave ihre politischen Rechte in eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Angelegenheiten in Würenlos aus.

     

    Seit 2008 ist das Kloster Fahr nun offiziell Teil der Gemeinde Würenlos und damit sind die Gemeinden Würenlos und Unterengstringen - letztere umschliesst die Exklave des Kloster Fahr - zu Nachbargemeinden geworden.

     

     

    Der Name des Klosters Fahr leitet sich von der Fähre ab, die schon in früher Zeit an dieser Stelle über die Limmat geführt hatte. Deshalb zeigt das älteste Propsteisiegel , das 1243 erstmals auftaucht, ein kleines, an eine Nussschale erinnerndes Schifflein mit zwei eingelegten Rudern. Das Benediktinerinnenkloster untersteht seit jeher dem Kloster Einsiedeln und damit dessen Abt. Gegründet wurde das Kloster Fahr durch die im Jahre 1130 erfolgte Schenkung des Freiherrn Lütold II. von Regensberg an das Kloster Einsiedeln. Zum damaligen Grundbesitz "Vare" dürfte auch schon die St. Anna-Kapelle gehört haben. Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass an diesem Ort ein Frauenkloster des Benediktinerordens zu errichten und zu erhalten sei. Die Organisation der Stiftung wurde schon in der Gründungsurkunde (Archiv des Klosters Einsiedeln) festgelegt. Sie blieb bis heute weitgehend in der ursprünglichen Fassung gültig und sieht vor: An der Spitze des Schwesternkonvents eine Vorsteherin, "Priorin" genannt; ferner ein Propst, der im Namen des Abtes von Einsiedeln die äussere Verwaltung führt, sowie ein Pater Spiritual, der für die geistige Betreuung zuständig ist.

     

    Am 22. Januar 2009, exakt 879 Jahre nach der Stiftung des Kloster Fahr durch Lütold II. von Regensberg, hat Abt Martin Werlen, Einsiedeln, dem Konvent des Klosters Fahr ein neues Siegel verliehen.

    Das Konventsiegel zeigt das Fahrer Wappen, zwei gekreuzte Stachel, und im Fuss das Wappen des Klosters Einsiedlen, zwei Raben. Das Siegelrecht wurde den Fahrer Schwestern bereits 1360 erteilt.

    Erinnerungskarte an die Siegelverleihung

    Mehr zur Siegelverleihung

     

     

    Die ersten Bewohnerinnen Fahrs kamen vermutlich von Muri (Hermetschwil) oder von Berau (bei St. Blasien). Im Fahr leben heute knapp 30 Klosterfrauen, die sich neben den religiösen Pflichten mit Landwirtschaft, Rebbau, Kräutergarten und Ordensgewandherstellung beschäftigen. Im Kloster Fahr lebt und wirkt auch die bekannte und vielseitige Schriftstellerin Silja Walter (Sr. M. Hedwig), der die Gemeinde Würenlos 2003 das Ehrenbürgerrecht verliehen hat.


    Verein Pro Kloster Fahr

    2008 wurde der Verein Pro Kloster Fahr ins Leben gerufen. Er unterstützt das Kloster Fahr und dessen ideelles, kulturelles und persönliches Beziehungsnetz, trägt Projekte und Aktivitäten des Klosters mit. Mitglied können alle interessierten Personen werden.

     

    Die Bäuerinnenschule

    Das Kloster Fahr führt schon seit 1944 eine Bäuerinnenschule, die sich einer grossen Nachfrage erfreut. Die Schule steht auf zürcherischem Boden und ist deshalb nicht Teil der Exklave.

     

    Gebäude Bäuerinnenschule
    Gebäude der Bäuerinnenschule

    Wirtshaus "Zu den Zwei Raben"

    Auf aargauischem Boden wiederum befindet sich das historische Wirtshaus "Zu den Zwei Raben", welches 1679 erbaut wurde. Es ist das älteste barocke Gebäude der gesamten Klosteranlage. Der Name ist auf das Wappen des Klosters Einsiedeln zurückzuführen, welches zwei Raben trägt.

     

     

    Die ruhige, idyllische Lage des Klosters in unmittelbarer Nähe der Limmat hat einen besonderen Reiz. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass es ein beliebtes Ausflugsziel ist. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Besichtigt werden können die Klosterkirche und die St. Anna-Kapelle. Das Innere des Kloster ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

     

    Kurze Baugeschichte

    Gemäss der Stiftungsurkunde des Klosters Fahr befand sich schon im Jahre 1130 eine Kapelle - die St. Anna-Kapelle - auf den Gütern, die Lütold II. dem Stift Einsiedeln schenkte. Sie dürfte dem Konvent als erste Klosterkirche gedient haben. Die eigentliche Klosterkirche muss spätestens seit etwa 1400 bestanden haben. Urkundlich wird sie 1487 als "Leutkirche" erstmals erwähnt. Diese ursprüngliche Kirche existiert heute allerdings nicht mehr. Einzig der an der Nordwestecke stehende Turm, welcher 1689 erneuert wurde, ist erhalten geblieben. Der Bau des Klosters begann erst mit der Grundsteinlegung durch den Einsiedler Abt Augustin II. am 22. April 1689. Die Errichtung der Konventgebäude muss in die Zeitspanne zwischen 1689 und 1704 fallen. Die Erstellung des Refektoriums wird in die Jahre 1703 - 1704 datiert. Zwischen 1730 und 1734 wurde das Propsteigebäude im rechten Winkel zur Anlage, gegen Osten gerichtet, gebaut. Erst dann erfolgte zwischen 1743 und 1746 der Bau der heute noch bestehenden Klosterkirche unter Abt Niklaus Imfeld. Vermutlich wurden dabei Teile der alten Kirche verwendet. Für die dekorative Innenausstattung der Klosterkirche sowie die Bemalung des Kirchhofs (1746 - 1748) zeigten sich die Gebrüder Torricelli aus Lugano verantwortlich. Das Bild der Klostergebäude hat sich seither bis heute wenig verändert.

     

    Grundriss der Klosteranlage

    Grundriss der Klosterkirche

     

     

    Auszüge aus "Das Kloster Fahr AG", von Gabriela Simmen-Kister, mit freundlicher Genehmigung der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern.

     

    Kirchhof mit Friedhof

    Kirchhof mit Friedhof

    Konventtrakt und Propstei

    Konventtrakt und Propstei

    St. Anna-Kapelle

    St. Anna-Kapelle

     

    zur Website des Klosters Fahr

    Liturgischer Wochenplan im Kloster Fahr (Klosterkirche)

    Sonntag, 09.00 Uhr: Eucharistiefeier
    Montag, 11.00 Uhr: Kommunionfeier
    Dienstag, 07.30 Uhr: Eucharistiefeier
    Mittwoch, 11.00 Uhr: Kommunionfeier
    Donnerstag, 07.30 Uhr: Eucharistiefeier
    Freitag, 19.30 Uhr: Abendmesse
    Samstag, 07.30 uhr: Eucharistiefeier

    Alle Gotesdienste sind öffentlich

     

     

    Berichte über das Kloster Fahr

     

    Geschichte des Klosters Fahr in Jahrhundertschritten

     

    PDF

     

     

    Das Verhältnis Kloster Fahr - Gemeinde Würenlos

     

    PDF

     

     

    Das Wappenschild im ersten Fahrer Urbar von 1618

     

    PDF

     

     

    Folgende Kunstführer und Bücher sind bei der Gemeindekanzlei Würenlos oder im Klosterladen erhältlich:

     

    Bildband "Leben im Kloster Fahr"

     

    Bildband mit 100 Farbfotos von Liliane Géraud, 128 Seiten, erschienen im Paulusverlag, 2007. Preis Fr. 48.-

    Mehr Informationen

    Bestellung via Online-Schalter

     

     

    Festschrift Kloster Fahr

     

    Festschrift Kloster Fahr

    Das Kloster Fahr : Zwei Gemeinden - ein Kloster, 2003, Festschrift zum 200-jährigen Bestehen des Kantons Aargau

    Schreiben der Gemeinderäte Würenlos und Unterengstringen

     

    Die Festschrift kann im Online-Schalter oder bei der Gemeindekanzlei Würenlos (Tel. 056 436 87 20) zum Preis von Fr. 15.00 bezogen werden.


     

    Schweizerischer Kunstführer


     

    Das Benediktinerinnenkloster Fahr, Gabriela Simmen-Kistler, 2011, aus der Serie "Schweizerische Kunstführer", Herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern.

     

    Der Kunstführer kann im Online-Schalter oder bei der Gemeindekanzlei Würenlos (Tel. 056 436 87 20) zum Preis von Fr. 12.00 bezogen werden.

     

     

     

    Das Kloster Fahr - Ein Führer durch das Kloster und seine Geschichte, P. Rudolf Henggeler

     

     

     

    Benediktinerinnen - Frauen, die das Leben lieben, Broschüre

     

     

    Weitere empfehlenswerte Literatur zu Kloster Fahr:

     

     

    Das Kloster Fahr im Mittelalter, Hélène Arnet, 1995, Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 62

     

     

     

    Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Kanton Aargau, Band VII (Wettingen, Kloster Fahr), 1995, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte