SCHRIFTZUG
Gemeinde Würenlos
Schulstrasse 26
5436 Würenlos
Tel. 056 436 87 87
 

Emma Kunz Zentrum

    Steinbruch und Emma Kunz Zentrum

    Emma Kunz Zentrum

    Das Emma Kunz Zentrum verzeichnet viele Besucher aus dem In- und Ausland. 1942 entdeckte die aus dem aargauischen Brittnau stammende bekannte Naturpraktikerin, Forscherin und Künstlerin Emma Kunz (1892 - 1963) ein Energiezentrum im Würenloser Steinbruch. Sie nannte das Heilgestein, auf welches sie stiess, «Aion A». Das aus dem Gestein gemahlene Pulver ist heute auch in Apotheken und Drogerien erhältlich. Am Fundort von Aion A ist 1986 das Emma Kunz Zentrum entstanden, das als Begegnungsstätte dient. Im angegliederten Museum sind u. a. ständig rund 70 der wichtigsten Bildwerke von Emma Kunz ausgestellt. Auch die Grotte kann besichtigt werden.

     

    Auskünfte: Emma Kunz Zentrum Tel. 056 424 20 60

     

    Zur offiziellen Website des Emma Kunz-Zentrums

     

    Emma Kunz Portrait

     

    Emma Kunz (1892-1963) aus Brittnau zeigte schon als Kind eine Begabung zur Hellsichtigkeit. Zuerst wurde sie als Naturheilerin bekannt. Sie verstand sich als Forscherin und war unermüdlich auf der Suche nach geistigen Zusammenhängen. 1910 hatte sie zu pendeln begonnen. Pendelnd und zeichnend ergründete sie die energetischen und geistigen Kräfte des Lebens. In den Römersteinbrüchen von Würenlos entdeckte Emma Kunz eine Grotte mit aussergewöhnlichen Energiefeldern und ein Heilgestein, dem sie den Namen 'AION A' gab. Ihre Zeichnungen auf Millimeterpapier werden zunehmend als künstlerisch eigenständige Werke anerkannt. Sie dienten ihr aber auch als Meditationsvorlage oder als Orientierung, wenn sie Rat und Hilfe für einen Patienten suchte. Selbst für Kunstkenner ist Emma Kunz ein noch unbekannter Planet. Sie selbst sagte: 'Mein Bildwerk ist für das 21. Jahrhundert bestimmt'.

     

    Bericht über das Emma Kunz Zentrum (Medizinzeitung)

     

     

    Broschüre "Das Emma Kunz Zentrum"

    20 Seiten in Farbe mit Kurzbeschrieben über Emma Kunz, die Grotte, das Bildwerk, Aion A und das Emma Kunz Zentrum. (kostenlos)
    Emma Kunz Broschüre

    Römischer Steinbruch

    Würenlos verdankt seine wertvollen Sandstein-Vorkommen einem erdgeschichtlichen Zufall. Am Steilhang des Haselbergs tritt die ansonsten überdeckte Meeresmolasse an die Oberfläche. Es handelt sich dabei um ein hartes Sedimentgestein, das die Geologen als Muschelkalksandstein bezeichnen. Schon die Römer - die Altmeister der Baukunst - haben vermutlich als erste den Würenloser Stein ausgebeutet.

     

    Laut Dr. U. Grüninger hat der Steinbruch dem späteren Dorf sogar den Namen gegeben. Demnach ging der Begriff 'Würenlos', 870 Wirchilleozha genannt, aus der Verbindung zweier Wörter hervor. Der germanische Wortteil 'wirchill' bedeutete werken oder wirken; die zweite Hälfte des Namens komme vom gallischen Wort 'lousa' und meine Stein.

     

    Prospekt der Muschelkalksteinwerke AG Würenlos (Repro)

     

     

    Der geschätzte Baustein wurde auch im Mittelalter abgebaut. Aus dem 15. Jahrhundert stammen beispielsweise die Kirche in Baden. An zahlreichen Profanbauten der Bäderstadt finden sich Treppenstufen, Gesimse, Fenster- und Türumrahmungen aus Würenloser Stein. Auch die schönen Säulen im Kloster Wettingen bestehen wohl aus hiesigem Muschelkalkstein. Zudem wurden fast alle Dörfer des Limmattals mit Brunnentrögen beliefert. Etliche dieser aus einem Werkstück herausgemeisselten Tröge wurden mit Jahrzahl und Wappen geschmückt. Im Stadtarchiv Zürich finden sich entsprechende Kaufverträge der Gemeinden Oerlikon und Schwamendingen aus den Jahren 1791 und 1794. Auch in der Stadt Baden finden sich mehrere Brunnenanlagen aus Würenloser Stein. Der moderne Verkehr ermöglichte eine erhebliche Ausweitung des Absatzgebietes. So erstaunt es nicht, dass auch an mehreren neuzeitlichen Bauten der Würenloser Muschelsandstein Verwendung fand. Als Beispiele seien genannt: das Internationale Arbeitsamt in Genève, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt in Winterthur, das Versicherungsamt in Aarau, und in Zürich das Walcheturm-Verwaltungsgebäude, das Modehaus Grieder sowie die Schweizerische Nationalbank . Auch für bildhauerische Zwecke wurde der Stein verwendet, so beispielsweise für den Geiserbrunnen in Zürich.

     

    Mehr über die Entstehung des Geiserbrunnens erfahren Sie aus einem Bericht aus den Würenloser-Blättern 1990 (pdf) (491 kb)

     

    Ab Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich der Steinbruch im Besitz von Anton Meier. In den letzten Jahrzehnten waren allerdings kaum mehr einheimische Arbeiter im Betrieb tätig. Bei Grossaufträgen beschäftigten die Steinwerke jedoch zeitweise mehr als 30 Steinhauer, die zumeist aus Italien stammten. Da im Bausektor in steigendem Masse Beton und Kunststoffe zum Einsatz kamen, ging die Nachfrage nach Natursteinen allmählich zurück. Schliesslich sah sich der Unternehmer um 1970 gezwungen, den Betrieb für Bausteine einzustellen. Heute wird das Gestein in kleinerem Rahmen galenisch verarbeitet und als Würenloser Mineralpulver mit dem Namen 'Aion A' in der Naturheilkunde eingesetzt. Die Heilkraft des Würenloser Steins war 1942 durch die Aargauer Naturheilärztin und Künstlerin Emma Kunz entdeckt worden.