Verhaltensmassnahmen

Der Jagdaufseher und die Gemeindeverwaltung erhalten in letzter Zeit viele Meldungen über krank aussehende Füchse in den Wohnquartieren von Würenlos. Diese Füchse haben die Fuchsräude. Die Fuchsräude wird durch eine Milbe (Sarcoptes Scabiei) ausgelöst, welche unter der Haut der Füchse Gänge frisst und ihre Eier ablegt. Dies führt zu starkem Juckreiz und grossflächigem Haarausfall sowie Hautvereiterungen bei den befallenen Füchsen. Von Fuchsräude befallene Füchse sterben mehrheitlich innerhalb von drei Monaten mit wenigen Ausnahmen.

Die Übertragung erfolgt durch Körperkontakt. Die Fuchsräude ist für den Menschen ungefährlich, kann aber vorübergehend starken Juckreiz (Krätze) verursachen. Für Hunde besteht ein Übertragungsrisiko bei direktem Kontakt und es empfiehlt sich den Tierarzt aufzusuchen, sollten Sie bei Ihrem Hund Hautveränderungen oder Juckreiz feststellen.

Da die Füchse gemäss Jagdgesetz während der Aufzuchtzeit der Jungen vom 1. März bis 15. Juni geschützt sind, dürfen sie in dieser Zeit vom Jagdaufseher nicht von ihrem Leiden erlöst werden. Melden Sie jedoch tot aufgefundene Füchse umgehend dem Jagdaufseher Sven Böhringer (Tel. 079 631 22 38).

Als Verhaltensmassnahmen, damit die geschwächten Füchse nicht in den Wohnquartieren nach leichten Futterquellen suchen und es zu ungewollten Kontakten mit Kindern und Haustieren kommt, bitten wir Sie folgendes zu beachten:

  • Kein offener Kompost
  • Keine Fütterung von Katzen oder Igeln im Freien
  • Essensreste nach Grillabenden oder Festen unverzüglich im Hausmüll entsorgen und nicht über Nacht liegen lassen.