Emma Kunz Zentrum

1942 entdeckte die aus dem aargauischen Brittnau stammende bekannte Naturpraktikerin, Forscherin und Künstlerin Emma Kunz (1892-1963) ein Energiezentrum im Würenloser Steinbruch. Sie nannte das Heilgestein, auf welches sie stiess, «Aion A». Am Fundort von Aion A gründete Anton C. Meier 1986 das Emma Kunz Zentrum, welches als Begegnungsstätte dient. Im angegliederten Museum sind abwechselnd jeweils etwa 70 Bilder von Emma Kunz ausgestellt. Auch die Emma Kunz Grotte kann (auf Voranmeldung beim Emma Kunz Zentrum) besichtigt werden.

Das Emma Kunz Zentrum ist - wie auch das Kloster Fahr - ein bedeutender kultureller Leuchtturm der Gemeinde Würenlos. Es ist zugleich eine Oase der Ruhe. Jährlich wird es von Besucherinnen und Besuchern aus Nah und Fern, sogar dem sehr fernen Ausland, besichtigt. Das private Museum verwaltet das künstlerische Werk von Emma Kunz. Die Bilder der Emma Kunz wurden weltweit schon in verschiedenen Ausstellungen in namhaften Museen und Galerien ausgestellt.

Das aus dem Gestein gemahlene Pulver «Aion A» ist im Zentrum selber, aber auch in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Auskünfte: Emma Kunz Zentrum Tel. 056 424 20 60

Website Emma Kunz-Zentrum

Slider-Galerie Emma Kunz Zentrum

Emma Kunz (1892-1963)

Emma Kunz aus Brittnau zeigte schon als Kind eine Begabung zur Hellsichtigkeit. Zuerst wurde sie als Naturheilerin bekannt. Sie verstand sich als Forscherin und war unermüdlich auf der Suche nach geistigen Zusammenhängen. 1910 hatte sie zu pendeln begonnen. Pendelnd und zeichnend ergründete sie die energetischen und geistigen Kräfte des Lebens. In den Römersteinbrüchen von Würenlos entdeckte Emma Kunz eine Grotte mit aussergewöhnlichen Energiefeldern und ein Heilgestein, dem sie den Namen «AION A» gab. Ihre Zeichnungen auf Millimeterpapier werden zunehmend als künstlerisch eigenständige Werke anerkannt. Sie dienten ihr aber auch als Meditationsvorlage oder als Orientierung, wenn sie Rat und Hilfe für einen Patienten suchte. Selbst für Kunstkenner ist Emma Kunz ein noch unbekannter Planet. Sie selbst sagte: «Mein Bildwerk ist für das 21. Jahrhundert bestimmt» - damit lag sie wohl richtig.

Bericht über das Emma Kunz Zentrum (Medizinzeitung)

Emma Kunz Pfad in Waldstatt AR

Zum Andenken an diese aussergewöhnliche Frau wurde 2008 in Waldstatt (Appenzell Ausserrhoden) mit namhafter finanzieller Unterstützung der Gemeinde Waldstatt und diverser Stiftungen der Emma Kunz Pfad erstellt. Entlang des Wanderweges vom Dorfbrunnen Waldstatt bis zum idyllisch gelegenen Weiher beim Bad Säntisblick wird Emma Kunz' Wirken an vier Plätzen mittels Schautafeln dargestellt. Ein Platz befindet sich auch vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Schäfliwiese, welches heute im Privatbesitz ist. Zwischen den einzelnen Orten weisen speziell gestaltete Schilder den Weg zum nächsten Platz. Der Emma Kunz Pfad soll den interessierten Personen aus nah und fern das Leben und Wirken dieser einzigartigen Person näher bringen und die Besucher anregen, sich in das hinterlassene einmalige Werk zu vertiefen, zu interpretieren und dadurch lebendig zu halten.

Mehr Informationen zum Emma Kunz Pfad auf der Website der Gemeinde Waldstatt

Bildwerk

Galerie mit einer Auswahl von Werken von Emma Kunz.

Broschüre Emma Kunz Zentrum

Ausgabe um 1995 (vergriffen) - Achtung: Angaben zu Seminaren, Preisen etc. nicht mehr aktuell

Römischer Steinbruch

Wo sich heute das Emma Kunz Zentrum befindet, war früher während vieler Jahrhunderte ein Steinbruch. Abgebaut wurde der für die Verareitung sehr geschätzte Muschelkalksandstein. Würenlos verdankt seine wertvollen Sandstein-Vorkommen einem erdgeschichtlichen Zufall. Am Steilhang des Haselbergs tritt die ansonsten überdeckte Meeresmolasse an die Oberfläche. Es handelt sich dabei um ein hartes Sedimentgestein, das die Geologen als Muschelkalksandstein bezeichnen. Schon die Römer - die Altmeister der Baukunst - haben vermutlich als erste den Würenloser Stein ausgebeutet. Spuren aus jener Zeit sind heute noch zu vorzufinden.

Laut Dr. U. Grüninger hat der Steinbruch dem späteren Dorf vermutlich auch den Namen gegeben. Demnach ging der Begriff «Würenlos» - in einer Urkunde aus dem Jahr 870 n. Chr. «Wirchilleozha» genannt - aus der Verbindung zweier Wörter hervor. Der germanische Wortteil «wirchill» bedeutet Werken oder Wirken; die zweite Hälfte des Namens kommt vom gallischen Wort 'lousa' und meint Stein.

Prospekt der Muschelkalksteinwerke AG Würenlos (Repro)

Der geschätzte Baustein wurde auch im Mittelalter abgebaut. Aus dem 15. Jahrhundert stammen beispielsweise die Kirche in Baden. An zahlreichen Profanbauten der Bäderstadt finden sich Treppenstufen, Gesimse, Fenster- und Türumrahmungen aus Würenloser Stein. Auch die schönen Säulen im Kloster Wettingen bestehen wohl aus hiesigem Muschelkalkstein. Zudem wurden fast alle Dörfer des Limmattals mit Brunnentrögen beliefert. Etliche dieser aus einem Werkstück herausgemeisselten Tröge wurden mit Jahrzahl und Wappen geschmückt. Im Stadtarchiv Zürich finden sich entsprechende Kaufverträge der Gemeinden Oerlikon und Schwamendingen aus den Jahren 1791 und 1794. Auch in der Stadt Baden finden sich mehrere Brunnenanlagen aus Würenloser Stein. Der moderne Verkehr ermöglichte eine erhebliche Ausweitung des Absatzgebietes. So erstaunt es nicht, dass auch an mehreren neuzeitlichen Bauten der Würenloser Muschelsandstein Verwendung fand. Als Beispiele seien genannt: das Internationale Arbeitsamt in Genève, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt in Winterthur, das Versicherungsamt in Aarau, und in Zürich das Walcheturm-Verwaltungsgebäude, das Modehaus Grieder sowie die Schweizerische Nationalbank . Auch für bildhauerische Zwecke wurde der Stein verwendet, so beispielsweise für den Geiserbrunnen in Zürich.

Mehr über die Entstehung des Geiserbrunnens erfahren Sie aus einem Bericht aus den Würenloser-Blättern 1990 (pdf) (491 kb)

Ab Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich der Steinbruch im Besitz von Anton Meier sen. In den letzten Jahrzehnten waren allerdings kaum mehr einheimische Arbeiter im Betrieb tätig. Bei Grossaufträgen beschäftigten die Steinwerke jedoch zeitweise mehr als 30 Steinhauer, die zumeist aus Italien stammten. Da im Bausektor in steigendem Masse Beton und Kunststoffe zum Einsatz kamen, ging die Nachfrage nach Natursteinen allmählich zurück. Schliesslich sah sich der Unternehmer um 1970 gezwungen, den Betrieb für Bausteine einzustellen. Heute wird das Gestein in kleinerem Rahmen galenisch verarbeitet und als Würenloser Mineralpulver mit dem Namen «Aion A» in der Naturheilkunde eingesetzt. Die Heilkraft des Würenloser Steins war 1942 durch die Aargauer Naturheilärztin und Künstlerin Emma Kunz entdeckt worden.